Informationen zum Projekt „Dorfzentrum“ (3)

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Informationen zum Projekt „Dorfzentrum“ (3)

Informationen zum Projekt „Dorfzentrum“ (3)

Am 30. Juni 2017 fand eine Bürgerversammlung statt, bei der die Ergebnisse der vorausgegangenen Haushaltsbefragung vorgetragen wurden.

Sie entsinnen sich: Am 27. Januar 2017 fand in der Bürgerhalle von Mastershausen eine erste Bürgerversammlung zum Projekt Dorfzentrum statt. Christian Klems von der „DORV-UG“ trug damals die Ergebnisse einer Basisanalyse vor. Er zeigte auf, dass ein neues traditionelles Lebensmittelgeschäft in Mastershausen rein rechnerisch keine realistische Chance haben würde. Außer Lebensmitteln müssten auch noch weitere Dienstleistungen angeboten werden. Erst in Kombination mit solchen zusätzlichen Angeboten hätte auch ein Lebensmitteladen im Rahmen eines multifunktionalen Dorfzentrums eine Chance.

Ein nächster Schritt war dann ein Workshop, der am 25. März 2017 stattfand, bei dem eine Bürgerarbeitsgruppe zum Thema Dorfzentrum gegründet wurde. Diese Arbeitsgruppe hat in der Sitzung am 25.3.17 einen Fragebogen entwickelt, mit dem alle Bürgerinnen und Bürger von Mastershausen befragt werden sollten, welches Warenangebot und welche Dienstleistungen sie sich in einem Dorfzentrum in Mastershausen künftig wünschen. In den folgenden Wochen waren dann Mitglieder der Bürgerarbeitsgruppe zu allen Bewohnern von Mastershausen an die Haustür gekommen und hatten ihnen den Fragebogen vorgelegt und erläutert.

Dorfzentrum 30.06.2017

 

Und am 30. Juni 2017 fand nun gerade eine weitere Bürgerversammlung statt, bei der die Ergebnisse der Haushaltsbefragung vorgetragen wurden. Christian Klems von der Firma DORV fasst die Ergebnisse in einer sogenannten Bedarfsanalyse zusammen. Wie er feststellte, waren für die Bedarfsanalyse insgesamt 251 Fragebögen ausgewertet worden, das entspricht bei ca. 400 Haushalten einer Rücklaufquote von ca. 62 Prozent. Das sei, sagte Christian Klems, vergleichsweise ein sehr hoher Prozentsatz.

Dorfzentrum 30.06.2017

Danach meinten 82 Prozent der Befragten, dass die Versorgungssituation in Mastershausen verbessert werden solle. Gefragt nach ihrer Grundeinstellung zu dem Projekt meinten 49 Prozent der Befragten, dass sie das Ganze für eine „tolle Idee“ hielten. 20 Prozent zeigten sogar ihre Bereitschaft, das Projekt persönlich zu unterstützen. Und 94 Prozent der Interviewten würden – unter bestimmten Voraussetzungen – im Dorfzentrum einkaufen. Das ist ein überwältigendes Ergebnis zugunsten des Projektes Dorfzentrum, durch das dem Gemeinderat der Rücken gestärkt wird, das Projekt kraftvoll voranzutreiben.

Dofzentrum 30.06.2017

 

Im Anschluss an diese Bedarfsanalyse stellte Friedrich Hachenberg vom Planungsbüro Stadt-Land-Plus die Ergebnisse einer Grobanalyse vor, bei der es um die Beurteilung des beabsichtigten Standortes für das Dorfzentrum und die Verwertbarkeit der vorhandenen Bausubstanz ging. Friedrich Hachenberg stellte fest, dass das ehemalige Anwesen von Anna Christ an der Johann-Steffen-Straße 15, gegenüber der Bürgerhalle, wegen seiner zentralen Lage im Dorf hervorragend für einen neuen Laden samt zusätzlicher Dienstleistungen geeignet sei. Den Zustand der vorhandenen Gebäude beurteilte er sehr unterschiedlich. Das alte Wohnhaus hielt er trotz eines hohen Investitionsbedarfs für erhaltenswert, falls eine sinnvolle Nutzung dafür gefunden werde. Die Bausubstanz der angrenzenden Scheune sei aber so schlecht, dass eine Verwendung für das künftige Dorfzentrum unwirtschaftlich sei. Er empfahl den Abbruch der Scheunenbaus. Der angrenzende Scheunentrakt des Gebäudes Johann-Steffen-Straße 17 sei ohnehin zum Abbruch vorgesehen. Welches neue Gebäude an der Stelle der bestehenden errichtet werden könne, hänge von der erwünschten Nutzung ab (Lebensmittel, Post/Paketdienst, „Sprungbrett-Wohnen“, Kaffee bzw. kleine Weinstube, Pension: Übernachtung mit Frühstück, Bankautomat, Saal für Festlichkeiten, Feuerwehr). Darüber müsse nun entschieden werden.

Dorfzentrum 30.06.2017

 

Elke Haberkamp, Koordinatorin der „Arbeitsgruppe Dorfzentrum“, stellte anschließend die nächsten Schritte in Aussicht: Es gehe jetzt erst mal nicht so sehr um die Frage des Warensortiments für den neuen Laden, sondern darum, welches Gebäude für das neue Dorfzentrum geschaffen werden solle. Dazu sei eine Gebäudekonzeption zu entwickeln, die der beabsichtigten Nutzung entsprechen müsse. Dann müssten Investoren gesucht und gefunden werden, die allein oder zusammen mit der Gemeinde das Projekt realisieren könnten. Es müsste über die Betriebsform des Dorfzentrums gesprochen werden, aber auch über mögliche Betreiber. All diese Themen müssten bei dem nächsten Workshop der „Arbeitsgruppe Dorfzentrum“ diskutiert werden, der im Herbst stattfinden solle.

Dorfzentrum 30.06.2017

 

Da am selben Tag, an dem die Bürgerversammlung stattfand, der Laden von Hermann Reiter für immer seine Türe schloss, hatten Enkeltöchter von Herrmann Reiter die Glocke, die er benutzt hatte, wenn er mit dem Auto über Land fuhr, sozusagen als Stafette dem Bürgermeister Jürgen Schneiders übergeben. Und Jürgen Schneiders läutete damit symbolisch das neue Projekt „Dorfzentrum“ in Mastershausen ein. Ein gutes Zeichen.

V.i.S.d.P.

Michael Haberkamp

 

2017-07-03T08:21:30+01:00 Juli 3rd, 2017|