Informationen zum Projekt „Dorfzentrum“ (4)

//Informationen zum Projekt „Dorfzentrum“ (4)

Informationen zum Projekt „Dorfzentrum“ (4)

 

Im Dorf mag sich schon mancher fragen, wie es mit dem neuen „Laden“ eigentlich weitergeht. Denn es war jetzt ja schon eine ganze Weile lang nichts darüber zu hören oder zu lesen. So wird es höchste Zeit, darüber zu informieren, was inzwischen geschehen ist.

Zuerst ein Blick zurück:

Ende Januar 2017 fand in der Bürgerhalle von Mastershausen eine erste Bürgerversammlung zum Projekt Dorfzentrum statt, bei der die Ergebnisse einer Basisanalyse vorgestellt wurden. Christian Klems von der Beratungsfirma DORV trug als Ergebnis vor, dass ein Lebensmitteladen für sich alleine keine Chance in Mastershausen habe, wohl aber ein multifunktionales Dorfzentrum, in dem außer Lebensmitteln auch noch weitere Dienstleistungen angeboten würden.

Dann gab es Ende März 2017 einen Workshop, bei dem eine Bürgerarbeitsgruppe zum Thema Dorfzentrum gegründet wurde. Die entwickelte dann unter der Leitung von Christian Klems auch gleich einen Fragebogen, mit dem alle Bürgerinnen und Bürger von Mastershausen befragt werden sollten, welches Warenangebot und welche Dienstleistungen sie sich in einem Dorfzentrum in Mastershausen künftig wünschen. Im April und Juni fand diese Befragung, die von den Mitgliedern der Arbeitsgruppe durchgeführt wurde, dann statt, bei der alle Bürger die Gelegenheit hatten, an Hand eines Fragebogens ihre Vorstellungen zu benennen.

Ende Juni 2017 fand eine weitere Bürgerversammlung statt, bei der die Ergebnisse der Haushaltsbefragung vorgetragen wurden. Gefragt nach ihrer Grundeinstellung zu dem Projekt meinten 49 Prozent der Befragten Bürger von Mastershausen, dass sie das Ganze für eine „tolle Idee“ hielten. 20 Prozent zeigten sogar ihre Bereitschaft, das Projekt persönlich zu unterstützen. Und 94 Prozent der Interviewten würden – unter bestimmten Voraussetzungen – im Dorfzentrum einkaufen. Das sei, so Christian Klems von der Firma DORV, ein überwältigendes Ergebnis zugunsten des Projektes Dorfzentrum.

30. 06.2017: Bürgermeister Schneiders läutet das neue Dorfzentrum ein

30. 06.2017: Bürgermeister Schneiders läutet das neue Dorfzentrum ein

In derselben Bürgerversammlung stellte Friedrich Hachenberg vom Planungsbüro Stadt-Land-plus das Ergebnis einer sog. Grobanalyse vor. Er stellte fest, dass der vorgesehene Standort gegenüber der Bürgerhalle hervorragend für ein Dorfzentrum geeignet sei. Die große Scheune sei allerdings in einem so schlechten Zustand, dass er den Abbruch empfahl. Das alte Wohnhaus („Steins-Reitersch Anna“) hielt er dagegen für erhaltenswert, falls eine sinnvolle Nutzung dafür gefunden werde. Der Scheunentrakt des angrenzenden Gebäudes Johann-Steffen-Straße 17 ist ohnehin zum Abbruch vorgesehen. Friedrich Hachenberg zog das Fazit, dass nun darüber entschieden werden müsse, welches neue Gebäude an Stelle der alten Bausubstanz errichtet werden solle. Für das gesamte Vorhaben sei daher ein konkretes Nutzungs- und Realisierungskonzept zu erstellen.

Inzwischen hatte die Verbandsgemeinde darauf hingewiesen, dass es für die Erstellung eines solchen Nutzungs- und Realisierungskonzeptes möglicherweise Fördermittel aus dem LEADER-Programm geben könnte. Daher wurde in der Sitzung des Gemeinderates am 28. August 2017 – nach Abstimmung mit der Verbandsgemeinde Kastellaun – beschlossen, für die Erstellung eines Nutzungs- und Realisierungskonzeptes Mittel aus dem LEADER-Programm zu beantragen. Mit der Vorbereitung des Antrages wurde das Planungsbüro Stadt-Land-Plus beauftragt.

In der Sitzung des Gemeinderates vom 5. Oktober 2017 haben dann Herr Friedrich Hachenberg von „Stadt-Land-plus“ und Herr Christian Klems von der Firma DORV in Anwesenheit von Herrn VG-Bürgermeister Keimer dem Gemeinderat die einzelnen Schritte eines Nutzungs- und Realisierungskonzeptes vorgetragen, für das Fördermittel beantragt werden sollen. VG-Bürgermeister Keimer stellte in Aussicht, dass im günstigsten Falle bis zu 50 Prozent der Kosten für die Erstellung des Nutzungs- und Realisierungskonzeptes im Rahmen des LEADER-Programms gefördert werden könnten. Das Nutzungskonzept soll (sehr vereinfacht gesagt) als eine erste Orientierung aufzeigen, wie das Dorfzentrum samt dem umgebenden Freibereich städtebaulich und baulich einmal ausschauen könnte. Also auch, welche Nutzungen (Laden, Café usw., temporärer Festplatz etc.) vorgesehen werden sollten. Es soll auch dazu dienen evtl. interessierte Investoren anzusprechen. Das Realisierungskonzept soll zum einen aufzeigen, welche einzelnen Arbeitsschritte nacheinander folgen und wie und von wem sie erledigt werden müssen. Zum anderen sollen diese Arbeitsschritte dann im Rahmen des Realisierungskonzeptes auch vollzogen werden. Mit dem Ergebnis des Nutzungs- und Realisierungskonzeptes soll erreicht werden, das zur Realisierung vorgesehene Bauprogramm zu konkretisieren, die Frage der Bauherrschaft (Gemeinde plus evtl. Investor) zu klären und auch die Frage der Betriebsform (z.B. Genossenschaft, wirtschaftlicher Verein, GBR etc.) des Dorfzentrums festzulegen. Bei dieser Arbeit wird die Arbeitsgruppe Dorfzentrum, eine ganz wichtige Rolle spielen.

Zunächst muss das Konzept jedoch der Lokalen Aktionsgruppe Hunsrück (LAG Hunsrück) öffentlich vorgestellt werden. Das soll bei einer Veranstaltung geschehen, die am 8. November 2017 im Archäologiepark Belginum (Morbach) stattfinden wird. Dort werden auch andere Gemeinden ihre Projekte vorstellen. Die LAG Hunsrück wählt dann nach bestimmten Kriterien aus, welche der vorgestellten Projekte sie zur Förderung vorschlägt. Wenn unser Konzept von der LAG Hunsrück ausgewählt werden sollte, müsste als nächstes ein erweiterter Zuschussantrag über die LAG-Geschäftsstelle an die Aufsichts- und Dienstleistungsbehörde (ADD) gestellt werden. Erst wenn die Mittel aus dem LEADER-Programm von der ADD endgültig bewilligt sind, darf dann mit der Arbeit vor Ort begonnen werden.

Das alles braucht Zeit. So geht die Planung des Dorfzentrums zwar Schritt für Schritt voran. Aber es dürfte Frühjahr werden, bis die nächsten konkreten Schritte erfolgen können.

So könnte ein Laden in Mastershausen auch einmal aussehen (hier: Dorfladen in 97348 Rödelsee/Franken)

So könnte ein Laden in Mastershausen auch einmal aussehen (hier: Dorfladen in 97348 Rödelsee/Franken)

2017-10-23T07:50:25+01:00 Oktober 23rd, 2017|